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„Letzte Hilfe“ in der Gemeinde. Gottesdienst und Kurs zum Lindern von Leiden

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Autor(in): Joel Driedger

„Letzte Hilfe“ in der Gemeinde
Gottesdienst und Kurs zum Lindern von Leiden

Gibt es sinnvolles Leiden?, war die Frage, die Bernhard Thiessen im Gottesdienst am 13. Januar 2019 der Gemeinde stellte. Wir sind doch zu Recht so froh, dass. Dank der Palliativmedizin kein Mensch mehr leiden muss. Es gibt viele Mittel bei der Schmerzbehandlung, die Krankheiten, ja, auch das Sterben erleichtern. Und doch bleibt die Frage, gerade auch angesichts der bevorstehenden Passionszeit,also der Zeit, in der wir uns an das Leiden Jesu erinnern: Wann ist Leiden sinnvoll?
„Solange noch etwas offen bleibt zwischen dem, wie die Welt ist und dem, wie die
Bibel das Reich Gottes beschreibt, solange wird es Leiden und Schmerzen geben.
Also nicht alle, aber diese Leiden und Schmerz sind sinnvoll, denn sie schützen uns
davor, dass wir zu schnell zufrieden sind und zu schnell uns mit Unrecht und Gewalt
einverstanden erklären, so zu sagen Schmerz unempfindlich werden gegenüber der
Not der anderen“, sagte Bernhard in seiner Predigt.
Nach einer kurzen Kaffeepause
ging es dann mit Dorothee Sperber
und dem so genannten „Letzte
Hilfe“ - Kurs weiter. Bis 16:30 Uhr
haben wir uns intensiv mit Informationen, eigenen Erfahrungen
und praktischen Handhabungen
zur letzten Phase des Lebens beschäftigt. Eingeteilt ist dieser Kurs,
der sich an „die ganze Bevölkerung“ richtet, in vier Abschnitte.
Das reichte von medizinischen Vorgängen beim Sterben: Wie erkenne ich, wenn
ein Mensch auf dem letzten Teil seines irdischen Weges ist? (1. Teil), über notwendige Regelungen und Patientenerklärungen zum eigenen Willen (2. Teil), Linderungen bei Schmerzen und in den letzten Stunden (3. Teil), bis hin zu Ritualen und
Trauerarbeit (4. Teil). In rege geführten Gesprächen, zu denen Dorothee ermutigt
hat, teilten sich die 24 Teilnehmenden viel Persönliches mit.
Große Zustimmung
fand der praktische Teil, bei dem es
darum ging: Wie lagere ich einen
kranken und unruhigen Menschen
(Känguru-Haltung)? Wie kann ich einem Menschen, der nicht mehr schlucken kann, durch gefrorene Früchte
oder zu Würfeln gefrorene Lieblingsgetränke, den trockenen Mund befeuchten?
Erfüllt, ein wenig erschöpft und doch noch so wissbegierig verabschiedeten sich viele mit dem Hinweis, dass man so etwas durchaus öfter machen sollte. So haben sich Dorothee Sperber und die Ärztin Judith Driedger, deren medizinische Beiträge sehr wertvoll waren, verabredet, noch mal einen Kurs anzubieten, bei dem es dann um die konkrete Beschäftigung mit einer Patientenverfügung geht, d.h. verstehen, was medizinisch gemeint ist und herausfinden, wie meine Einstellung dazu ist, damit ich meinen Willen formulieren kann. Näheres wird es in einem späteren Gemeindebrief geben. Ganz herzlichen Dank auch an Usi Petersen für das Vorbereiten der Mittagsmahlzeit!
Bernhard Thiessen.

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